(Bild unten: Alex beim Schutzdienst 2008 in Aachen)
Alex beim Schutzdienst in Aachen:
Video: "Alex, (älteres Video) beim Schutzdienst"
Körbericht:
Mittelgroßer, mittelkräftiger Rüde mit sehr gutem Kopf und Gepräge, korrektes Höhen – Längenverhältnis, trocken und fest. Hoher Widerrist, gerader Rücken. Kruppe etwas kurz und abschüssig, gute Vor- und sehr gute Hinterhandwinkelung, gerade Front, richtige Brustverhältnisse, vorne eng-, hinten geradetretend, ausgreifende kraftvolle Gänge. Sicheres Wesen, TSB ausgeprägt, lässt ab.
BESONDERE VORZÜGE:
Geprägestarker Rüde der wünschenswerten Mittelgröße
BERATUNG FÜR DIE ZUCHTVERWENDUNG:
Geeignet für zur Größe neigende Hündinnen.
Meine Zuchthündinnen bilde ich selber aus. Dann weiß ich
auch was ich von dieser Hündin in der Zucht erwarten kann. Bis jetzt waren es
ca. 90 Hunde. 6 mal war ich bereits auf der LGA in Württemberg. Einmal auch
auf der offenen Meisterschaft in USA in Neu Mexiko.
Ein Höhepunkt meiner Ausbildertätigkeit waren einmal 5
Hündinnen, die ich bei einer Prüfung vorführte. 1x SchH 2, 2x SchH3 und 2 x IP
3. Dann erreichte mich 14 Tage vor der Prüfung der Anruf eines früheren
Kunden, dem ich die V1 und Landessiegerin von Österreich gleich bei der
Hauptzuchtschau verkauft hatte. Er klagte, dass eine Hundeschule in
Deutschland nach fast einjähriger Ausbildungszeit 2 Hündinnen von dieser
Landessiegerin als "nicht geeignet zum Auszubilden" zurückgeben wollte. Ich
übernahm die beiden Hündinnen und stellte dann eine der Hündinnen als 6. bei
der Prüfung vor.
Die Hündin bestand die Prüfung mit 240 Punkten vor den
Augen ihres Herrn, der extra von Wien angereist war. (Übrigens war damals die
Beschränkung auf 2 vorzuführende Hunde noch nicht) Heute wäre das nicht mehr
möglich. Auch bei Körungen hatte ich fast immer zwischen 4 bis zu 6 Hunde
gleichzeitig, die ich alle selber vorführte.
Noch heute führe ich meine Hunde bei Prüfungen vor. Mein
Rüde IWAN ist leider im Alter von 10 Jahren verstorben. Er hat sich einfach
hingelegt und wollte nicht mehr aufstehen. 3 Tage später starb er. Tagessieger
war er in 5 verschiedenen OG`s in der Umgebung. Iwan hat mir viel Liebe
geschenkt. Viel habe ich ihm zu verdanken, dass ich wieder "auf dem Damm bin".
Er war ein richtiger Freund. Ich werde ihn nie vergessen.
Ob mein Weg zu Ende ist, weiß ich noch nicht. Ein
Schlaganfall stoppte jäh meinen Weg. Nach einer totalen halbseitigen Lähmung
bin ich wieder halbwegs auf dem Damm. Nur noch eine Hündin ist mir verblieben.
Nur ist eine kleine Untertreibung. Noch nie habe ich eine so kampfstarke
Hündin gehabt.
Sie kommt 100% aus der Leistungszucht. Ist aber
bildschön und ist auf dem Platz eine richtige Kampfmaschine. Zivil ist sie ein
Lamm, im Gegensatz zu Iwan, ihrem Onkel. Schmusie, so nenne ich meine Hündin
hat jetzt schon SchH2, KKL 1 und auf Anhieb die ZB: Vorzüglich.
Ich werde versuchen, sie weiter zu führen. Aber wie
stark meine Behinderung ist, merke ich daran, das ich noch nie so schlechte
Prüfungen absolviert habe wie mit dieser Hündin. Nun ja, mein Traum LGA und
Teilnahme an der Bundessiegerprüfung wird sich wahrscheinlich nicht mehr
realisieren lassen. Aber man soll nie "nie oder geht nicht mehr" sagen. Ich
werde mir Mühe geben und weiter kämpfen.
GESCHICHTE
Mein Vater, er ist schuld. Mit dem Zwingernamen aus der
Vulkanstraße hatte er Ende der 30.iger Jahre oder Anfang der 40 Jahre einen ganz
kleine Zucht von Deutschen Schäferhunden. Er bildete auch Hunde aus, um sie
nachher der Polizei zu verkaufen. Noch heute kann ich mich erinnern, wie ein
aufgeregter Polizist mich von seinem Diensthund wegziehen wollte. Nun mit Blitz,
so hieß unser damaliger Hund hatte, bevor mein Vater ihn an die Polizei verkauft
hatte, viele Stunden mit mir in der Hundehütte verbracht. Aber das konnte der
Polizist nicht wissen. Blitz war ein Scharfer. Die Freude des Hundes und mein
schnell herbeieilender Vater überzeugten den Polizisten dann, dass alles klar
ist.
Obwohl mein Vater immer meinte, dass Kinder und Hunde nie
alleine gelassen werden sollten, war ich sehr oft alleine mit seinem gerade
auszubildenden Hund. Ich kroch einfach in die Hundehütte und schmuste mit dem
Hund. Interessanterweise wurde ich nie gebissen. Dadurch entwickelte ich schon
in frühen Jahren ein intensives Gefühl zu unserem DSH. Ich nenne das den Draht
zum Hund
Dieses Bild zeigt mich mit 17 JAHREN. Mein größter Wunsch
war damals, Tanzlehrer zu werden. Gute 2 Jahre bin ich 4 mal die Woche als
Hilfstanzlehrer in der Tanzschule. Meine Spezialität war der damalig hoch im
Kurs stehende Rock and Roll. Als Bill Haley 1956 das erste mal in einem Film
seinen Rock around the clock spielte, stampften alle Besucher des Kinos mit den
Füßen den Rhythmus mit. Das kann man sich nicht vorstellen. Das ganze Kino hat
gewackelt. Das ging unter die Haut. Ein einmaliges Erlebnis.
Dann folgten 8 Jahre Bundeswehr und eine gründliche
technische Ausbildung. Als Fernmelde- und Radarmechaniker verließ ich die BW.
Fachschulreife und die Ausbildung zum staatlich geprüften Elektroniktechniker
mit einem dann anschließendem Studium zum Betriebswirt.
Im Berufsleben hatte ich mich auf den Einkauf
spezialisiert. Einkäufer und Einkaufsleiter war ich in Groß- und Mittelbetrieben.
Anschließend begann meine Hundekarriere. Ich kaufte mir
bei der Erpa in Köln 2 Hündinnen und wurde mit einer hier in der Gegend 7 mal
Tagessieger.
Das Bild zeigt meinen ersten erworbenen Pokal mit UTA VON
DER ERPA und einen Tagessieg in der OG Tettnang und VDH Friedrichshafen
Das nächste Foto zeigt die Vorführung von drei SchH 3 V
KL1 Hündinnen mit einer gemeinsamen Unterordnung.
Mit meinem Rüden GREIF VON DEN SCHWARZEN SEEPERLEN
besuchte ich dreimal die BSZS. Er erhielt V14,- V33, - V43. Dieser Rüde hatte
normale Winkelungen und einen normalen Widerrist. Bei den heute auf extreme
Winkelungen und hohen Widerrist gezüchteten Hunde hätte Greif wahrscheinlich
keinen Platz im V- Feld. Geführt wurde er von meinem damals 12 jährigen Sohn.
Nach dem Studium der Betriebswirtschaft und einer Managerposition hat er leider
kein Interesse mehr am Hundesport. Das tut weh, denn ich hatte gedacht, dass er
meinen Zwingernamen weiter führen würde. Aber ich habe ja noch 2 weitere Buben
Joschka und Markus.
Joschka ist behindert. Er hat das Down Syndrom. Durch
moderne Erziehungsmethoden gibt es die Möglichkeit, ihn soweit zu schulen, dass
er sein späteres Leben selber meistern kann. Interessanterweise hat er nicht so
einen Bezug zu Hunden. Er liebt seine Gitarre.
Markus ist der Jüngste Sohn von mir. Er ist wie verrückt
wenn er nur ein Hund sieht. Ich kann nur hoffen, dass ich ihn noch die
Feinheiten des Hundeausbildens beibringen kann. Aber er ist erst knapp 2 Jahre.
Ich habe also noch viel Zeit.
Nach dem Studium folgten sehr starke Hundler-Jahre.
Zeitweise hatte ich bis zu 9 Selbstgezüchtete Zuchthündinnen mit der ZB: V, KKL
1 und SchH 3 .Kein Wunder dass ich schon 1986 das Goldene
Züchterabzeichen erhielt. Da ich alle meine Hündinnen selber
ausbildete, ausstellte und auch zur Körung führte, bekam ich auch das WUSV
Leistungssonderabzeichen Nr. 1
Ich führte bis zu 6 Hunde gleichzeitig zu Körung . 2
Bilder aus der Zeit habe ich noch. Einmal eine Körung mit 9 KKl1 Hunden in
Tettnang und 6 x mit 5 KKl 1. Der Transport war für mich immer das größte
Problem.
Ich heisse Dr. Daniela Zimmermann und der
kleine Mann ist unser Sohn Markus,